Granit oder Gneis

Für die Gesteine aus  dem Tessin wird oft der Begriff „Tessiner Granit“ verwendet. Doch wie sieht der Geologe das Gestein aus dem Tessin?

Granit

Das Wort „Granit“ stammt vom lateinischen Wort „granum“ ab und bedeutet „Korn“.

Granit entsteht, wenn magmatisches Tiefengestein erstarrt, bevor es sich zwei Kilometer unterhalb der Oberfläche befindet und gehört somit zu den Plutoniten.

Granit erkennt man deutlich an den Körnern, Punkte im Stein.

Granit ist wesentlich härter als Gneis und kann aufgrund seiner Körnung und fehlenden „Schichten“ nur gesägt und nicht gespalten werden. Daher ist die Bearbeitung von Granit oft kostspieliger als bei Gneis.

Gneis

Der Begriff „Gneis“ stammt vom mittelhochdeutschen „ganeist(e)“ ab und heisst so viel wie „Funke“.

Gneis ist ein metamorphes Gestein, also ein Umwandlungsprodukt. Granit kann zu Gneis umgewandelt werden. Unter grossem Druck wird das Gestein durch die Bewegung der Gesteinssschichten „verschoben“ So entstehen die sichtbaren Schichten im Gneis. Insofern kann in bestimmten Zonen Granit die Vorstufe von Gneis sein.

Ein Gneis kann in seinen Schichten gespalten werden und dies ist in der Bearbeitung preiswerter als Granit welcher gesägt werden muss.

Beständigkeit von Gneis und Granit

Die aus dem Tessin stammenden Gesteine haben einige gemeinsame Eigenschaften:

  • Witterungsbeständig
  • Frostbeständig
  • Säurebeständig
  • Druckfest
  • Abriebfest

Durch diese Eigenschaften des Tessiner Gesteins ist es hervorragend für den Aussenbereich geeignet. Zum Beispiel für Tische, Pergolen, Bodenplatten oder Palisaden.

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